TeX Formulas

Sonntag, 25. März 2012

Kalifornischer Junge

Hey Pacerland,

ich hatte diese Woche beschlossen, dass ich einmal kochen möchte. Und zwar ein leckeres Essen mit richtigen Zutaten. Kein Brot mit Belag und auch kein Fertigprodukt sondern selbstgemachte Hausmannskost.

Heute war vortreffliches Wetter und ich wollte unbedingt ein wenig an die frische und vor allem warme Luft. Also habe ich einen Spaziergang zum Supermarkt unternommen und zwischendurch das erste Softeis der Saison verspeist. Das hat natürlich die Kreativität ungemein angeregt und ich habe mir ein Rezept selbst ausgedacht, welches ich mit euch teilen möchte. Ihr braucht dazu:

  • Eine halbe Cabanossi
  • Zwei Zwiebeln
  • Drei Tomaten
  • Frischkäse
  • Ca. 60g "Quick Cooking Noodles"
  • Scharfe Sauce in einer roten Flasche
  • Geriebenen Käse
Zuerst schneidet ihr die Zwiebeln in kleine Stücken und bratet sie, bis sie schön sind. Dann zerstückelt ihr die Cabanossi und bratet sie mit den Zwiebeln. Anschließend die Tomaten ebenfalls zerstückeln und dazu geben. Mit etwas Wasser die Konsistenz anpassen und mit der scharfen Sauce würzen. Zum Abschluss kann mit einem Löffel Frischkäse die Konsistenz noch weiter verbessert werden. Ich habe auch noch Salz und Pfeffer dazu gegeben, aber das ist glaube ich nicht so wichtig.

Nebenbei einfach die Nudeln kochen und dann wie im Bild anrichten. Nach dem Foto kann man mit dem Reibekäse die Konsistenz zum dritten Mal verbessern. Fertig ist das leckerste Gericht der Welt (zumindest für den heutigen Tag). Ich habe das Gericht "Kalifornischer Junge" genannt, weil es mal zum Friseur müsste. Ich habe mich der Sache spontan angenommen und nun sind alle Haare ab.

Kalifornischer Junge.
Mit einem klassischen Animationsfilm von 1951 kann man neben dem Essen noch etwas für die Allgemeinbildung tun und sich auf den Montag freuen.

Soviel von einem sehr satten Mir zum Sonntag Abend.
Schaanie

Samstag, 10. März 2012

Strumpfhosenpfennig

Hey Pacerland,

während ein Großteil der jungen männlichen Dubliner ihre grauen Jogginghosen gegen die guten dunklen Trainingshosen getauscht hat, um damit ihre Strumpfhosen-Freundinnen elegant auszuführen, habe ich mich entschlossen, dank funktionierendem Breitbandinternetanschluss meine Erfahrungen in die weite Welt zu senden. Damit meine ich natürlich diesen Blog. Wahrscheinlich denken jetzt einige "och, der Kerl lebt doch hinterm Mond", aber ich frage mich trotzdem an dieser Stelle, ganz spontan, wieso Strumpfhosen ohne weiteres Oberbekleidungstück zwischen Wade und Bauchnabel ein valider Ausgeh-Kleidungstil sind?

Ein Poncho kann nicht nur schick sein, sondern ist auch überaus bequem.

Der Frühling in Irland scheint sich dem Ende zu nähern. Sagen sich zumindest die ersten Löwenzähne, die sich auf den Wiesen zeigen. Ich bemerkte dies, als ich am Dienstag beschloss auf Arbeit zu laufen. An sich keine schlechte Idee, da ich mein Wochenticket samt Geldbeutel auf Arbeit liegen ließ. Zwei Stunden und fünf Minuten später kam ich dann auch an  und hatte feststellen müssen, dass von den 13km die letzten 6km die langweiligsten der Welt waren.

Ein Löwenzahn zeigt sich Anfang März.
Blüte eines Baumes.

Neues Thema:
"Wer den Pfennig nicht ehrt ist des Talers nicht wert."
Wer kennt ihn nicht den Spruch? So aufgewachsen, freut man sich in Deutschland immer, wenn man mal einen Cent oder gar mehr auf der Strasse findet. Dabei geht es ja weniger um den anzuhäufenden Reichtum, als vielmehr um die abergläubige Angst, dass sich ein zu geringes "Ehren" irgendwann in der Verringerung der "Taler" niederschlägt. In meiner Heimat passierte das, wenn sich Norman nicht gerade wieder einen Spaß erlaubte, gefühlte fünf mal im Jahr, weil ja jeder ein wenig drauf achtet nichts zu verlieren. Im Gegensatz dazu scheint der Ire seine Cents nicht hoch zu achten. Ich sehe beinahe täglich ein kleines Centchen im Staube liegen. Spontan ausgerechnet mit einem Cent pro Sekunde hat man am 8h-Tag seine 288€ verdient und kann sie direkt beim Rückenarzt hinterlegen.

Ich möchte heute mit einem Zitat aus meinem derzeitigen Leseobjekt schließen. Ich lese ungemein viel in letzter Zeit, was wohl mit der 45-minütigen täglichen Bahnfahrt zusammenhängt.
'We shall be murdered in our beds. We shall have our throats slid. [...] Would you come, monsieur, if we called you? Do you have a sword, monsieur?'
'I do not, madame.'
'I thought you would have a sword.'
'I am an engineer, madame. I have a brass ruler.'
'I dare say it might serve,' says Madame thoughtfully. 'If it is a large one.'
Schaanie

Sonntag, 4. März 2012

Sonntagsspaziergang

Hey Pacerland,

ein kleiner Nachtrag zum letzten Artikel. Da ich mir eine Pizza machen wollte, musste ich den Herd putzen. Nach dem Öffnen desselben erblickte ich weiteres Fett. Ich startete mit der Reinigung eines Backbleches. Im folgenden ein Bild zu Beginn dieses Vorgangs und ein weiteres Bild kurz bevor ich das Backblech in den Müll beförderte.

Dreckiges Backblech.
Fast sauberes Backblech. Aber eben nur fast.
Da ich die Pizza erwähnte, kann ich nur die schlesischen Würstchen aus der polnischen Sektion des Lidl empfehlen. Preiswert und lassen sich perfekt auf die Käsemargherita schnipseln.

So, aber nun ist es gut mit dem Dreck. Ich habe heute den Sonntag genutzt, um einen Spaziergang durch die Stadt zu machen. Die Höhepunkte habe ich fotographisch mit meinem Mobiltelefon festgehalten. Ein guter Fotograph wird aus mir wohl nicht mehr. Dazu solltet ihr mal auf Bastels Blog vorbeischauen (siehe rechter Bildrand). Auf jeden Fall gibt es viele Kirchen und Einkaufsmöglichkeiten. Am 9,95 € All-You-Can-Eat Chinese Buffet im St. Stephen's Green Shopping Centre fühlte ich mich magisch hineingezogen, aber ich werde es mir aufheben bis ich jemanden finde der mitgeht.

St. Patrick's Cathedral.

St. Stephen's Green Shopping Centre.

Christchurch, direkt gegenüber meiner Wohnung.

Nochmal Christchurch.
Heute gibt es also nicht viel Text, sondern nur ein paar Bilder. Wenn ich denn endlich Internet habe, kann ich auch wieder mal etwas schreiben. Apropos Internet, ich habe bisher zwei Vormittag Arbeit schwänzen müssen, und trotzdem haben die es noch nicht hinbekommen mich anzuschließen. Es muss nur der Hausmeister den Kabelfirmenjunge in den Keller lassen. Ich wusste es schon vor einer Woche (einem Kollegen ging es genauso), aber weder Hausmeister noch Kabelfirma haben mir geglaubt. Es musste erst alles seinen bürokratischen Gang gehen, ehe die Erkenntnis im System angekommen war. Nun muss ich Montag früh versuchen beide Parteien terminlich zusammenzuführen.

Nun gut, soviel von mir aus dem frühjährlichen Dublin,
Schaanie