Hey Pacerland,
während ein Großteil der jungen männlichen Dubliner ihre grauen Jogginghosen gegen die guten dunklen Trainingshosen getauscht hat, um damit ihre Strumpfhosen-Freundinnen elegant auszuführen, habe ich mich entschlossen, dank funktionierendem Breitbandinternetanschluss meine Erfahrungen in die weite Welt zu senden. Damit meine ich natürlich diesen Blog. Wahrscheinlich denken jetzt einige "och, der Kerl lebt doch hinterm Mond", aber ich frage mich trotzdem an dieser Stelle, ganz spontan, wieso Strumpfhosen ohne weiteres Oberbekleidungstück zwischen Wade und Bauchnabel ein valider Ausgeh-Kleidungstil sind?
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| Ein Poncho kann nicht nur schick sein, sondern ist auch überaus bequem. |
Der Frühling in Irland scheint sich dem Ende zu nähern. Sagen sich zumindest die ersten Löwenzähne, die sich auf den Wiesen zeigen. Ich bemerkte dies, als ich am Dienstag beschloss auf Arbeit zu laufen. An sich keine schlechte Idee, da ich mein Wochenticket samt Geldbeutel auf Arbeit liegen ließ. Zwei Stunden und fünf Minuten später kam ich dann auch an und hatte feststellen müssen, dass von den
13km die letzten 6km die langweiligsten der Welt waren.
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| Ein Löwenzahn zeigt sich Anfang März. |
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| Blüte eines Baumes. |
Neues Thema:
"Wer den Pfennig nicht ehrt ist des Talers nicht wert."
Wer kennt ihn nicht den Spruch? So aufgewachsen, freut man sich in Deutschland immer, wenn man mal einen Cent oder gar mehr auf der Strasse findet. Dabei geht es ja weniger um den anzuhäufenden Reichtum, als vielmehr um die abergläubige Angst, dass sich ein zu geringes "Ehren" irgendwann in der Verringerung der "Taler" niederschlägt. In meiner Heimat passierte das, wenn sich Norman nicht gerade wieder einen Spaß erlaubte, gefühlte fünf mal im Jahr, weil ja jeder ein wenig drauf achtet nichts zu verlieren. Im Gegensatz dazu scheint der Ire seine Cents nicht hoch zu achten. Ich sehe beinahe täglich ein kleines Centchen im Staube liegen. Spontan ausgerechnet mit einem Cent pro Sekunde hat man am 8h-Tag seine 288€ verdient und kann sie direkt beim Rückenarzt hinterlegen.
Ich möchte heute mit einem Zitat aus meinem derzeitigen
Leseobjekt schließen. Ich lese ungemein viel in letzter Zeit, was wohl mit der 45-minütigen täglichen Bahnfahrt zusammenhängt.
'We shall be murdered in our beds. We shall have our throats slid. [...] Would you come, monsieur, if we called you? Do you have a sword, monsieur?'
'I do not, madame.'
'I thought you would have a sword.'
'I am an engineer, madame. I have a brass ruler.'
'I dare say it might serve,' says Madame thoughtfully. 'If it is a large one.'
Schaanie